„Denn auch Pflanzen haben ein Bewusstsein, sie sind das Gedächtnis der Natur und verfügen über eine enorme Intelligenz“

Rupert Sheldrake

Ob als Blütenessenz, Kräutertee oder als ätherisches Öl, Pflanzen umhüllen uns mit ihrem Duft, ihrer Schwingung und heilen.

Impatiens

Bist du oft ungeduldig?
Nervt dich die Warteschlange an der Kasse? Ärgert es dich, wenn deine Arbeitskollegin deiner Erklärung nicht folgen kann?
Arbeitest du lieber allein als im Team, weil alles viel zu lange dauert?
Kannst du deinem Kindergartenkind nicht geduldig zuschauen, wenn es lange an seinen Schnürsenkeln nestelt.
Stehst du manchmal heisshungrig vor dem Kühlschrank und isst noch im Stehen?

Dann verhilft dir die Blütenessenz Impatiens zu mehr Geduld!.

Impatiens - Die Blüte der Ungeduld
Drüsentragendes Springkraut - Impatiens glandulifera

Das Drüsige Springkraut aus dem Himalaya ist ein saftiges einjähriges Kraut, das schnell wächst und über 2 Meter erreicht und so andere Pflanzen geschwind mal überdecken kann. Es benötigt für sein schnelles Wachstum eine ausreichende Wasserversorgung.

Die rosa bis purpurfarbenen Blüten sind reich an stark süssem Nektar und deshalb sehr anziehend für Insekten; sie werden vor allem durch Honigbienen, aber auch durch Hummeln bestäubt. Jetzt im Spätsommer neben den ebenso verkannten Kanadischen Goldruten oft die letzte Nahrung für die Bienen- wie göttlich weise ist doch die Natur!



Eine einzige Pflanze kann bis über 4000 Samen produzieren. Die Samen werden aus der reifen Kapsel ausgeschleudert und können dabei Entfernungen bis 7 m erreichen.

.....“Über die Verdrängung anderer Pflanzenarten durch das Springkraut gibt es
unterschiedliche Ansichten, sie reichen von "sehr problematisch" bis "praktisch kein
Effekt". Die auffälligen Dominanzbestände des Springkrauts entwickeln sich erst im
Hochsommer, so dass andere Pflanzen bis zum Frühsommer relativ ungestört wachsen
und z.T. auch zur Blüte kommen können, bevor es durch seine Höhe und Dichte zu
Beschattung führt. Auf Tiere hat I. glandulifera vor allem positive Wirkungen: Ihr reiches Nektarangebot macht sie zu einer hochattraktiven Pflanzen für Blütenbesucher.....“ Zitat: Floraweb.de Dr. Uwe Starfinger & Prof. Dr. Ingo Kowarik, Institut für Ökologie der TU Berlin

Da die Springkräuter nie verholzen, schnell wachsen und ihre Samen wegschleudern galten sie schon bei alten astrologischen Kräuterkundigen als Merkurpflanzen.

Merkur - der Planet der Verwandlungen. Merkur steht also als Neutrum in der Planetenordnung, er steht für das Wort, das Vermitteln von Information- als Symbol für allumfassendes Interesse, für die Neugier und die Erforschung der unmittelbaren Umgebung. Das Merkur-Prinzip ist die Unterscheidung und Benennung von Dingen und deren Verbalisierung und Differenzierung. Was über den Intellekt geht ist merkurisch.
 
Merkur steht ebenso für die Atmung, mit ihrem Wechsel von Ein und Aus. Merkur steht für die Beweglichkeit im engeren Umfeld, die Bewegung unserer Finger und Hände. Er steht für unser Bedürfnis Erfahrungen zu machen über das Be-Greifen, das Anfassen, den Tastsinn. Er vertritt dabei nicht nur die rein körperliche Ebene, er ist eben auch hier neutral, vermittelnd zwischen dem körperlichen und dem geistigen Begreifen.

Impatiens oder Himalayabalsam passt wie keine andere Pflanze ausgezeichnet in unsere merkurielle von Ungeduld geprägte Zeit.

Edward Bach spürte intuitiv Impatiens Natur, als er die Pflanze an den Ufern des Usk entdeckte, auf seinen ersten Ausflügen auf der Suche nach seiner neuen Medizin.

Diese Blütenessenz fördert und unterstützt: die innere Ruhe und Gelassenheit;  Geduld und Verständnis für Mitmenschen, die ein langsameres Tempo haben, als man selbst; Geduld mit sich selbst; Zurückhaltung und Behutsamkeit;

Clematis

"Interesse heisst Dazwischensein, in einem Ding, in einer Situation sein. Wo kein Interesse ist,
gibt es auch keine Konzentration, denn Konzentration heisst, auf einen Punkt gesammelt sein."
Wladimir Lindenberg

Wenn ich im Herbst die Hecken betrachte, fällt mir die hellen wolligen Gebilde über den Zweigen auf.
Die Waldrebe überzieht die Büsche mit ihren Lianen und ihren langgeschwänzten Fruchtständen wie mit einem Schleier.
Unwillkürlich kommt mir  das Märchen von Dornröschen in den Sinn.


Tatsächlich hat die Bach-Blüte Clematis viel mit dem hundertjährigen Schlaf zu tun.

Diese Blüten-Essenz  (jetzt im Spätsommer  von den Blüten zubereitet)

hilft bei mangelndem Interesse an der Gegenwart; wenn man sich in Tagträume flüchtet.
Die Waldrebe ist auch angezeigt, wenn man sich wie mit Watte umgeben fühlt.

Für mich ist Clematis aber auch die Essenz der Künstler. Sie fördert Kreativität und Phantasie und die Umsetzung in ein Werk.


Clematis fördert und unterstützt:
die Konzentrationsfähigkeit; Wachheit und Vitalität; Interesse am Alltag;
Eigenverantwortung zu übernehmen und das Umsetzen von Ideen und Begabungen.

"Ich setze meine Ideale und Träume in die Tat um."

Passionsblume

Mein Himmel hängt nicht voller Geigen- dafür voller Passionsblumen- und Früchte.

                           

Passionsblume. Fleurs de la passion (Passiflora incarnata; Passiflora edulis)

Es gibt weltweit Hunderte von verschiedenen Passionsblumen. Die Sorte, die ich im Garten habe gehört zu den Passiflora edulis. Edulis bedeutet essbar.
Die in der Literatur beschriebenen Heilwirkungen beziehen sich vor allem auf die Passiflora incarnata- eine enge Verwandte der edulis.
Die Blüte der Passiflora besticht durch ihre Harmonie. Von ihrer Mandala-Form geht eine zentrierende Ruhe aus und dies kann auch die verarbeitete Pflanze wunderbar vermitteln. Der Tee (Passiflora herba) oder die Tinktur (Passiflora tinctura) beruhigt die erregte Mitte und  bringt Herzensuhe.
Die volksmedizinische Anwendung geht auf die Erfahrungen in Brasilien und Argentinien zurück, wo die Medizinmänner das Passionsblumenkraut als Herz- und Beruhigungsmittel, aber auch zur Behandlung von Epilepsie und Asthma einsetzen.
Schon die Majas und Azteken hatten Passiflora als beruhigende, entkrampfende und darin auch nervenkräftigende Pflanze genutzt. In Europa ist sie dann vor allem gegen Schlaflosigkeit und erschöpfungsbedingte Nervosität eingesetzt worden, insbesondere auch im Kindesalter.
Passiflora unterstützt auch als Begleitmittel den Drogenentzug.

Propriétés médicinales de la passiflore
Utilisation interne
Amélioration du sommeil ; réduction de la tension nerveuse, de l'anxiété, de l'irritabilité ; antispasmodique ; traitement des palpitations ou de l'hypertension liées à l'émotivité ; antidouleurs ; traitement de l'asthme ; sevrage.

Infusion : Laisser infuser 2,5 g de parties aériennes séchées dans 1 l d'eau bouillante. Filtrer. Boire 1 tasse, une à quatre fois par jour
Teinture mère: 10-20 gouttes dans un peu d’eau. CERES 1-3 fois 1-5 gtt.

Moringa

Der Moringa baum (Moringa oleifera) stammt ursprünglich aus dem indischen Himalaya-Gebiet und wächst überall im Busch meiner Wahlgemeinde Abéné und auch in meinem Garten.

  

Moringa ist eine der nährstoffreichsten Pflanzen
Die Blätter aus Wildsammlung enthalten über 90 wichtige Nährstoffe in hoher Konzentration.
Moringablätter enthalten:
7 x so viel Vitamin C wie Orangen
7 x so viel Vitamin B1 und B2 wie Hefe
4.5 x so viel Vitamin E wie in Weizenkeimlingen
4.5 x so viel Folsäure wie Rinderleber
4x so viel Vitamin A wie Karotten
25 x soviel Eisen wie Spinat
17 x soviel Kalzium wie Milch
15 x soviel Kalium wie Bananen
6 x so viel Polyphenole wie Rotwein
2 x so viel Protein wie Soja
26 antientzündliche Substanzen
46 Antioxidantien
Hohe Anteile an Omega- 3,-6, 9-Fettsäuren davon das optimale Verhältnis von 6 x mehr Omega-3- als Omega-6-
den höchsten Gehalt an Chlorophyll

das wichtigste aber
Moringa enthält 18 von 20 bekannte Aminosäuren (darunter alle essentiellen Aminosäuren)

Pflanzen haben ein Bewusstsein

Was sich Pflanzen von uns Menschen wünschen
Als ich vor fünfundzwanzig Jahren mit der Naturheilkunde- Ausbildung begann, war ich hoch erfreut bei einer Freundin im Garten die Blüten des drüsigen Springkrautes- eine Bachblüte (Impatiens)- zu entdecken.
Auch meine Freundin war begeistert von der schönen ausdrucksstarken Pflanze und zeigte sie mir enthusiastisch. Es blieb nicht bei der einzelnen Pflanze - schon im darauffolgenden Jahr war der Garten voll davon.


Nur wenige Zeit später entdeckte ich entlang einem Kanal zwischen Olten und Aarau unzählige dieser Impatiens. Sie säumten einige Kilometer auf der einen Seite das Gewässer und genau gegenüber wuchsen die üppig blühenden Kanadischen Goldruten.
Die Kanadische Goldrute erhielt ihren Namen, weil sie Mitte des 17. Jh. aus Kanada mitgebracht wurde. Die Indianer nennen sie die Sonnenmedizin. Und nachdem sie so manchen Garten verzierte, hatte sie mit ihrer vitalen Kraft  den Alten Kontinent  erobert und sich auf Ruderalflächen wie Bahndämmen und Uferböschungen breit gemacht.
Die einheimische Goldrute ist in eine  beliebte Teepflanze und auch die eingewanderten Arten werden  zur Unterstützung bei Blasenentzündungen und Nierenbeschwerden eingesetzt - eine kanadische Sorte enthält neben reichlich Flavonoiden auch limonenduftende ätherische Öle.
Die Nieren naturheilkundlich gesehen die Partnerschaftsorgane - tragen Themen wie Beziehung und Angst aus.
Wenn sie also öfters an einer gereizten Blase leiden fragen sie sich, wo Angst oder Unwohlsein im Team oder einer Beziehung eine Rolle spielen.
Die Goldrute wird sie im Lösen dieser Problematik unterstützen....
Trinken Sie also besser ihren Tee- anstatt zu versuchen diese Heilpflanze auszurotten.         

                     

Die  zwei grossartig blühenden Pflanzen kamen meiner Meinung nach genau zur rechten Zeit - unsere Gesellschaft leidet an Ungeduld - wir hetzen und rennen der Zeit nach und trotzdem bleibt uns nichts davon - und wir leiden an unseren  Beziehungsproblemen und haben zunehmend Angst.
Heute werden genau diese zwei nicht einheimischen Pflanzen als sogenannte invasive Neophyten „beschimpft“.
So schreibt der Botanische Garten Bern im Rahmen seiner Ausstellung: „Den Kampf gegen die Goldrute haben wir so gut wie verloren.“